Vom Untersetzer zum Flaschenöffner: Unser 3D-Druck-Workshop im Sommersemester 2026
3D-Druck klingt erstmal komplizierter als er ist – das wollten wir zeigen. Zu diesem Anlass haben wir in diesem Semester die 3D-Druck-Workshopreihe in zwei Teilen ins Leben gerufen.
Teil 1, 11. April 2026
Im ersten Teil unserer 3D-Druck-Workshopreihe haben wir die wichtigsten Programme zur Vorbereitung und Gestaltung von 3D-Druckmodellen kennengelernt. Ziel war es, allen Teilnehmenden die notwendigen Grundlagen zu vermitteln, um eigene Ideen später selbstständig in echte Objekte umsetzen zu können. Gestartet haben wir mit der Einrichtung von PrusaSlicer, Inkscape und FreeCAD. PrusaSlicer haben wir dabei besonders tief erkundet: Insbesondere in die erweiterten Funktionen, wie die Arbeit mit Stützstrukturen und die Vorbereitung des Mehrfarbdruckes, lagen im Fokus.

Im Anschluss beschäftigten wir uns mit Inkscape, um mittels Vektorgrafiken erste einfache Objekte zu erzeugen. Als erstes eigenes Projekt entstand so ein Untersetzer, der dann direkt in PrusaSlicer gestaltet und individuell angepasst werden konnte.

Zur Mittagspause gab's Pizza und parallel liefen schon die ersten Drucke, sodass die Ergebnisse der Vormittagsarbeit direkt sichtbar wurden. Am Nachmittag stand ein FreeCAD-Crashkurs auf dem Programm. Anhand eines Flaschenöffners (wahlweise klassisch oder mit eingelassener 5-Cent-Münze) wurden die grundlegenden Funktionen des CAD-Programms vorgestellt. Nach der Modellierung wurden die individuell gestalteten Entwürfe direkt für den Druck vorbereitet und mit den Vereinsdruckern produziert.

Teil 2, 16. Mai 2026
Fünf Wochen später folgte der zweite Teil der Workshopreihe, der sich an fortgeschrittene Anwender mit eigenen Ideen im Kopf richtete und Gelegenheit bot, die Grundlagen aus dem ersten Teil direkt anzuwenden. So wurden unter anderem D&D-Goldmünzen gefertigt, bei denen mehrere Anpassungen und Testdrucke notwendig waren, um die feinen Details sauber herauszuarbeiten, oder ein Bilderrahmen als persönliches Geschenk für die Freundin eines Kommilitonen. Von dekorativen Objekten über Geschenke bis hin zu individuellen Eigenentwicklungen entstanden zahlreiche spannende Projekte. Neben den konkreten Druckprojekten blieb viel Raum für den Austausch: Welche Drucker gibt es? Was sind die jeweiligen Stärken und Besonderheiten? Auch Verbindungsprobleme und technische Fragen boten Gelegenheit, gemeinsam Lösungen zu finden und Erfahrungen auszutauschen.



Wir freuen uns sehr über das Interesse und die positive Resonanz zum Workshop. Vielen Dank an alle Teilnehmenden sowie den Helferinnen und Helfern, die zum Gelingen der Veranstaltungen beigetragen haben! Datei hochladen